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Todesfall: Checkliste für Angehörige – was jetzt zu tun ist

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist man wie gelähmt – und muss gleichzeitig Entscheidungen treffen und Fristen einhalten. Diese Checkliste gibt Ihnen Halt: Sie zeigt Schritt für Schritt, was wann zu tun ist, damit Sie in der Trauer nichts Wichtiges übersehen.

In den ersten Stunden

  • Einen Arzt verständigen, der den Tod feststellt und den Totenschein ausstellt
  • Bei Tod zu Hause: Hausarzt oder ärztlichen Notdienst rufen
  • Enge Angehörige informieren
  • Nach einer eventuell vorhandenen Bestattungsvorsorge oder Patientenverfügung (§ 1827 BGB) suchen

In den ersten ein bis zwei Tagen

  • Ein Bestattungsunternehmen beauftragen
  • Wichtige Dokumente zusammensuchen: Personalausweis, Geburts-/Heiratsurkunde, Sterbefallanzeige
  • Die Bestattungsart und den Ablauf der Trauerfeier klären – idealerweise nach den Wünschen des Verstorbenen
  • Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen (mehrere Ausfertigungen besorgen)

Innerhalb der ersten Woche

  1. Arbeitgeber und Versicherungen benachrichtigen
  2. Lebens- und Sterbegeldversicherungen melden (oft kurze Fristen!)
  3. Renten- und Krankenkasse informieren
  4. Bank kontaktieren – hier hilft eine Vollmacht über den Tod hinaus enorm
  5. Laufende Verträge sichten (Miete, Strom, Telefon, Abos)

In den Wochen danach

Jetzt geht es an die Abwicklung: Mit dem Tod geht das Vermögen als Ganzes auf die Erben über (§ 1922 BGB). Das Nachlassgericht stellt bei Bedarf einen Erbschein aus, ein Testament wird eröffnet, Konten werden geregelt. Gibt es kein Testament, greift die gesetzliche Erbfolge (§§ 1924 ff. BGB); enge Angehörige können zudem einen Pflichtteil geltend machen (§ 2303 BGB). Kündigen Sie nicht mehr benötigte Verträge und denken Sie an digitale Konten – soziale Netzwerke, E-Mail, Streaming-Dienste. Dass diese Zugänge in den Nachlass fallen und Erben Zugriff erhalten, hat der Bundesgerichtshof grundsätzlich bestätigt (BGH, Urteil vom 12.07.2018, III ZR 183/17).

Warum Vorsorge alles leichter macht

Angehörige, die im Ernstfall auf einen gut vorbereiteten Notfallordner zugreifen können, berichten immer wieder dasselbe: Es nimmt unglaublich viel Druck. Wenn Vollmachten, Versicherungen, Verträge und Wünsche an einem Ort dokumentiert sind, muss man nicht suchen, raten oder kämpfen – man kann trauern.

Vorsorge entlastet: Mit dem Notfalltresor hinterlegen Sie zu Lebzeiten alle Informationen, die Ihre Angehörigen im Ernstfall brauchen – von Verträgen über Versicherungen bis zu Ihren Bestattungswünschen.

In den ersten Stunden

  • Einen Arzt verständigen, der den Tod feststellt und den Totenschein ausstellt
  • Bei Tod zu Hause: Hausarzt oder ärztlichen Notdienst rufen
  • Enge Angehörige und Vertrauenspersonen informieren
  • Nach einer vorhandenen Bestattungsvorsorge oder Patientenverfügung suchen

In den ersten ein bis zwei Tagen

  • Ein Bestattungsunternehmen beauftragen
  • Wichtige Dokumente zusammensuchen: Personalausweis, Geburts- und Heiratsurkunde
  • Die Bestattungsart und den Ablauf der Trauerfeier klären – nach den Wünschen des Verstorbenen
  • Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen und mehrere Ausfertigungen besorgen

Innerhalb der ersten Woche

Jetzt gilt es, Fristen einzuhalten: Benachrichtigen Sie den Arbeitgeber und die Versicherungen, melden Sie Lebens- und Sterbegeldversicherungen (hier gelten oft kurze Fristen von nur wenigen Tagen), informieren Sie Renten- und Krankenkasse und kontaktieren Sie die Bank. Hier hilft eine Vollmacht über den Tod hinaus enorm, weil sie den Zugriff auf das Konto ermöglicht. Sichten Sie außerdem laufende Verträge wie Miete, Strom, Telefon und Abonnements.

In den Wochen danach

In dieser Phase geht es an die eigentliche Nachlassabwicklung: Das Nachlassgericht stellt bei Bedarf einen Erbschein aus, ein eventuell vorhandenes Testament wird eröffnet, und die Konten werden geregelt. Ein eigenhändiges Testament muss dabei den Formanforderungen genügen (§ 2247 BGB). Kündigen Sie nicht mehr benötigte Verträge und denken Sie an die digitalen Konten – soziale Netzwerke, E-Mail-Postfächer und Streaming-Dienste. Auch hier zeigt sich, wie sehr eine gute Vorsorge des Verstorbenen die Hinterbliebenen entlastet.

Diese Checkliste hilft im Akutfall. Doch die größte Hilfe ist die Vorsorge davor: Wer seinen Angehörigen einen geordneten Notfallordner hinterlässt, schenkt ihnen in der schwersten Zeit das Wertvollste – Klarheit und Zeit zum Trauern. Bündeln Sie deshalb Ihre wichtigsten Unterlagen und Wünsche beim Notfalltresor, und regeln Sie mit einer Vorsorgevollmacht online ohne Notar erstellen, wer im Ernstfall für Sie handeln darf – über den Tod hinaus.

Quellen & weiterführende Links

  • Verbraucherzentrale – Was tun im Todesfall
  • Bundesverband Deutscher Bestatter
  • Deutsche Rentenversicherung – Hinterbliebene

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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